Bericht des Vorstandes 2009Bericht des Vorstandes zur JHV am 20. März 2010 Liebe Gartenfreunde, werte Gäste Seit der Wiedervereinigung schrumpft die Bevölkerung in den neuen Bundesländern.
Um dieses Ziel in Angriff nehmen zu können wird sich unsere Arbeit in den kommenden Jahren auf folgende Handlungsfelder konzentrieren müssen:
Die Schwerpunktbereiche dieser Leitlinien sind:
Liebe Gartenfreunde, werte Gäste! Sahen noch im Jahr 2008 einige Gartenfreunde mit Besorgnis auf die kommende Verwaltungsreform und befürchteten weitere Wege und schwindende Unterstützung der Vereinsvorstände durch den Verband, so sind diese Probleme vom Tisch. Ein Abschluss der Fusion ist zeitlich nicht fixiert und auch nicht absehbar. Zuvor müssten Satzungen aufeinander abgestimmt werden, eine Anpassung der Beiträge erfolgen und Vorhaben koordiniert werden.Die Zusammenarbeit der Erzgebirgsverbände hat sich weiter gefestigt. Alle überregionalen Aktivitäten werden beraten, gemeinsame Projekte in Angriff genommen und die gegenseitige Unterstützung ausgebaut. Besonders positiv ist die Zusammenarbeit mit dem Verband der Kleingärtner Schwarzenberg zu werten, vielleicht auch territorial bedingt. Beginnend Das beginnt bei der Koordination von Veranstaltungen, bis hin zum Austausch von Dozenten für die Schulungstätigkeit. Für die bisherige Zusammenarbeit möchten wir uns vom heutigen Podium aus bei allen Partnerverbänden bedanken und hoffen, einen sicheren Grundstein für weitere, auf gegenseitigem Vertrauen basierende, Zusammenarbeit gelegt zu haben. Die bisherige Entwicklung auf Verbandsebene findet Akzeptanz durch das Landratsamt und wird auch von diesem unterstützt. Unsere eingereichten Vorschläge, wie über die Verfahrensweise bei Fragen der Abnahme der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit, Wettbewerbsführung und Klärung von Problemen über den sächsischen Städte- und Gemeindetag wurden mit den Verbänden abgestimmt und im gegenseitigen Einvernehmen ein Konsens gefunden. Der Landtag verabschiedete am 7. August 2009 die Neuregelung zur Führung der Gemeinnützigkeitsaufsicht, dass die Abnahme der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit nicht mehr alle drei Jahre, sondern nur alle fünf Jahre erfolgen muss. Die bereits erteilten Bescheide behalten jedoch ihre volle Gültigkeit. Für den jeweiligen Verein bedeutet das, wenn im Bescheid die nächste Abnahme nach drei Jahren vorgesehen ist, hat diese auch in drei Jahren zu erfolgen. Die Zeitspanne für fünf Jahre tritt somit erst bei der Erteilung des nächsten Bescheides in Kraft. Der Wettbewerb im Kleingartenwesen, den unser Verband bereits im November 2004 mit den zuständigen Landratsämtern in Aue und Stollberg abschloss, wird erstmal 2010 auf das gesamte neue Kreisgebiet ausgedehnt. Die Bedingungen wurden modifiziert und auf den neuen Erzgebirgskreis angewendet. Zu einer entscheidenden Veränderung kam es bei der Gestaltung der Prämiengelder. So erhält der erste Platz 500 EUR, die weiteren Plätze 300 und 200 EUR. Neu ist, dass ein vierter Platz mit 100 EUR eingebracht wurde. Der Zeitraum der Auslobung ist unverändert 2 Jahre. Näheres zur Auslobung des Wettbewerbes wird im Landkreiskurier bekannt gegeben. Die eingeleiteten Aktivitäten zeigen, dass die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sich auch nach der Verwaltungsreform fortsetzt. Dafür möchten wir insbesondere dem Landrat, Herrn Vogel, recht herzlich danken. Dank auch an die Mitarbeiterinnen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes, Frau Blaha und Frau Heyner, die mit uns bei der Zuerkennung und Verteidigung der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit zusammenarbeiten. Ein Höhepunkt und gleichzeitig eine Bewährungsprobe für die Kleingartenvereine in und um Oelsnitz ist zweifelsohne der "Tag der Sachsen" vom 3. bis 5. September 2010. Zur Vorbereitungen dieses Ereignisses fand das erste Gespräch zwischen Bürgermeister und Verband am 1. März 2009 statt, wo grobe Ziele abgesteckt wurden. So ist geplant eine "Gartenmeile" zu gestalten, wo alle ortsansässigen Kleingartenvereine die Möglichkeit erhalten, sich öffentlich zu präsentieren. Dabei sollten sich die Vereine auf individuelle Schwerpunkte konzentrieren, was die Besonderheit ihres Vereines ist, wie z. B. eine Kräuterpräsentation, Arbeit an einer Vereinschronik, Jugendarbeit u. ä. Im April 2009 fand die erste Zusammenkunft der ortsansässigen Kleingartenvereine statt, von 20 geladenen Vereinen waren nur 12 vertreten! Jedoch bildete sich aus diesem Forum ein kompetentes Organisationsteam unter der Leitung von GF Jürgen Tierfelder, 1. Vorsitzender des KGV "Frisch Grün", er wird in der Diskussion selbst zu diesem Vorhaben sprechen. Kinder- und Jugendprojekte werden seit einigen Jahren auch in Sachsen sehr konzentriert umgesetzt und dürfen deshalb bei einer Präsentation des Kleingartenwesens nicht fehlen. Ob Schulgärten, Grüne Klassenzimmer oder Gärten für Kinder aus Kindertageseinrichtungen, sie sind zum festen Bestandteil im KGW des Freistaates Sachsen geworden. Anlässlich des "Tages der Sachsen 2010" in Oelsnitz wird ein derartiges Projekt auf der "Gartenmeile" vorgestellt. Eine Gruppe von Schülern der "Fortis" Akademie Chemnitz, Gestaltungstechnische Assistenten der Fachrichtung "Grafik und Medienkommunikation", erstellen eine Prüfungs- und Abschlussarbeit unter dem Thema "Kinder und Natur". Eine Form dieser Präsentation wird auf einer Endlos-CD veröffentlicht, die zum "Tag der Sachsen" in Oelsnitz erstmals vorgestellt wird. Diese professionell aufbereitete Arbeit sollte, so plant es der Kreisvorstand, als Modellprojekt für unseren Verband genutzt werden. Die gewonnen Erfahrungen sollen im Rahmen der Schulungstätigkeit anderen Vereinen Anregung für die eigene Kinder- und Jugendarbeit geben. Ein eigens dazu erstellter Flyer für alle Vereine wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, den Gartenfreunden Information auf dem Gebiet der Kindernaturerziehung vermitteln. Liebe Gartenfreunde, werte Gäste! Die Fachberatung ist satzungsgemäße Aufgabe der Vereine! Denn ohne fachliche eine Anleitung der Mitglieder kann ein Verein seinen Satzungszweck nicht erfüllen und letztlich könnte die Aberkennung der "kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit die Folge sein.Schlussfolgernd ist es unumgänglich, dass die Verbände ihre Mitglieder, also die Vereine, dazu anleiten. Jedoch hatten wir seit dem Ableben des ehem. Kreisfachberaters Wilfried Müller im Mai 2006 große Probleme diese Aufgabe zu realisieren und waren deshalb auf die Hilfe und Unterstützung unseres Nachbarverbandes Schwarzenberg angewiesen. So auch am 13. März und am 27. März diesen Jahres wo uns der Verband der Kleingärtner Schwarzenberg dankenswerter Weise unterstützte. Zwischenzeitlich organisierte der Vorstand des Kreisverbandes Aue/Stollberg die Möglichkeit der Ausbildung von acht Gartenfreunden über den 150-Stunden-Lehrgang "Fachberatung" in der sächsischen Gartenakademie in Dresden-Pillnitz. Die Ausbildung zum "anerkannten Fachberater des Landesverbandes Sachsen" läuft über zwei Jahre. Bisher haben zwei Gartenfreunde schon ihren Abschluss, der Rest wird die übrigen Gartenfreunde werden diese Fortbildung im Jahr 2010, hoffentlich erfolgreich, beenden. In einer Zusammenkunft am 4. Dezember 2009 erklärten sich diese Gartenfreunde bereit, in der Fachkommission des Kreisverbandes mitzuarbeiten. An dieser Stelle möchten wir uns bei dem KGV Naturheilverein "Prießnitz" Aue, den Kleingartenvereinen "Griesetal" Lauter, "An der Vodelstraße" Eibenstock und "Grüne Aue" Bad Schlema herzlich für die ihre Unterstützung bedanken. In dieser Fachberatergruppe wird sogar eine Spezialisierung angestrebt, wie z. B. Obstanbau, Gemüseanbau, Kräuter, Bodenkunde usw. Um eine solche Spezialisierung sinnvoll zum Einsatz zu bringen, wäre für die Zukunft eine Zusammenarbeit auf der Ebene des neuen Landkreises ERZ anzudenken. Dazu müssten zunächst auf dieser Ebene die notwendigen Vorstellungen und Vereinbarungen getroffen werden. Natürlich wird sich dabei für die künftige Arbeit günstig auswirken, dass ein Mitglied dieser AG gleichzeitig in der Fachkommission des Landesverbandes mitarbeitet. Zwei Frauen unserer künftigen Fachkommission unterstützten bereits im vergangenen Jahr die Landesgartenschau in Reichenbach, in dem sie teilweise bei der Planung und Realisierung, in vollem Umfang jedoch bei der Pflege des Objektes "Kräutergarten" zum Einsatz kamen. Dafür ein herzliches Dankeschön! Auch für den "Tag der Sachsen" wird sich ein breites Bewährungsfeld für die Mitglieder der Fachkommission ergeben, denn auf der "Gartenmeile" wird ihr Ideenreichtum, Wissen und Erfahrungsschatz gefragt sein. Im Bereich des Kreisverbandes werden sie für die fachliche Beratung zur Verfügung stehen. Neben der Fachberatung ist die gesamte Aus- und Weiterbildung ein satzungsgemäßer Auftrag und ist auch damit fester Bestandteil der Arbeit des Kreisverbandes. Zu den Fortbildungsmaßnahmen zählt auch die alljährlich durchgeführte rechtliche Inforationsveranstaltung mit unserem Vertragsrechtsanwalt, Herrn Karsten Duckstein. In diesem Jahr wird er zu den neuesten Änderungen im Vereinsrecht sprechen. Der Termin ist aus dem heute noch zu beschließenden Terminplan ersichtlich und wurde auf den 5. Mai, um 17 Uhr, festgesetzt. Erstmals wurden im vergangenem Jahr die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit geschult und mit entsprechendem Informationsmaterial ausgerüstet. Die zahlreiche Beteiligung und rege Diskussion zeigte ein gehobenes Interesse an diesem Thema. Die Wertermittler der Mitgliedsvereine trafen sich am 16. und 17. September 2009 in Aue und Stollberg, um sich zu den Inhalten der neuen Rahmenkleingartenordnung des LSK, der Wertermittlung beim Pächterwechsel und zur neuen Landesrichtlinie für Wertermittlungen nach § 11 BKleingG zu verständigen. Zu der letztgenannten Richtlinie bildete der LSK vom 15. - 17. Oktober 09 in Dresden-Pillnitz erstmals spezialisiert Wertermittler aus. Unser Verband hatte die Möglichkeit dazu einen Verbandsfreund zu delegieren, die Wahl fiel auf Gartenfreund Peter Köhler vom Naturheilverein "Prießnitz" Aue. Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft stellte diese Ausbildung als Bedingung, um die neue Landesrichtlinie für Wertermittler nach § 11 BKleingG zu genehmigen. Für unseren Verband bringt diese Ausbildung große Vorteile, denn bei Flächenkündigungen kann so schnellstmöglich reagiert werden. Der erste Auftrag, dazu noch im eigenen Verein, liegt bereits vor. Rechtliche Schulungen sind ebenfalls ein Schwerpunkt unseres Schulungsprogramms, jährlich werden zumindest mindestens zwei durchgeführt. Die Schulungsveranstaltung neuer Vereinsvorsitzender ist eine zusätzliche Dienstleistung des Kreisverbandes, außerhalb des Schulungsplanes, für Vorsitzende, die relativ neu im Amt sind. Mit dieser Dienstleistung möchte der Vorstand insbesondere diesem Personenkreis den Einstieg ins Ehrenamt erleichtern und ihnen ein solides Fundament für ihre künftige, oftmals nicht ganz leichte, Arbeit mit auf den Weg geben. Probleme im Rahmen der Abnahme der "kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit", beim Parzellenwechsel, oder bei Gartenbegehungen gibt es meist mit den vorhandenen Baulichkeiten. Um dies, und auch die neuen Entscheidungen der obersten Rechtsprechung, weiter zu vermitteln, führen wir auf diesem Gebiet wiederkehrende Schulungen für Bauverantwortliche durch. Im Jahr 2009 fanden diese am 22. und 23. April in Aue und Stollberg statt. Die Schatzmeister und Finanzverantwortlichen der Vereine absolvieren ihre Schulungsveranstaltung im Juni 2010 in Aue oder Stollberg, da diese Weiterbildung nur alle zwei Jahre stattfindet. Als Referent fungiert unser Geschäftsführer zur Buchhaltung mit der LSK Software, möglicherweise schon mit der neuen allerneuesten Variante. Auch Kleingartenvereine, die eigene Schulungen in ihre Arbeitspläne für 2009 aufgenommen hatten, forderten Referenten des Kreisverbandes für ihre Veranstaltungen an. Zur Weiterbildung der Vereinsfunktionäre gehört die ständige Information zur neuen Rechtsprechung zu aktuellen Themen. Diese Aufgabe übernimmt einmal die Fachzeitschrift des BDG "Der Fachberater", welcher jedem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt wird, aber ebenso unser Verbandsorgan "Gartenfreund" mit dem Innenteil "Sachsen aktuell" in einem Umfang von 16 Seiten. Der Redaktionsausschuss des LSK gestaltet diese 16 Seiten Monat für Monat, füllt sie mit Inhalten, führt Gespräche mit Verbänden und Vereinen, befragt Politiker um ihre Stellung zum Kleingartenwesen und studiert Gerichtsurteile, Verordnungen und neue Gesetzlichkeiten. Ein enormer Aufwand und hohe Kosten. Auch eine jährliche Klausur führt dieser Redaktionsausschuss durch, um sich mit dem inhaltlichen Konzept des folgenden Jahres auseinander zu setzen. Was die Leserdichte beim Bezug unserer Verbandszeitschrift anbetrifft, so gelangen wir in eine Phase, in der sich Einnahmen und Ausgaben nicht mehr tragen und der Landesverband im wirtschaftlichen Zweckbetrieb ein größeres Minus erwirtschaftet. Betrachtet man den Zeitungsbezug in unserem Verband, so zeigen sich erhebliche Niveauunterschiede auf. Nachweislich im jeder Jahreshauptversammlung haben wir auf dieses Problem hingewiesen und unseren Standpunkt dazu geäußert: "Die ehrenamtlich Tätigen sollten auf Kosten der Mitglieder, für die sie letztlich ihre Aufgaben erfüllen, das Arbeitsmaterial kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen." Leider gibt es sogar Vereine, sind es auch sehr wenige, die ein Exemplar bestellen und im Umlaufverfahren die Gartenzeitung von Vorstandsmitglied zu Vorstandmitglied weiterreichen. Für mich steht nun die Frage: Sind diese Vorstandmitglieder nun auch noch verpflichtet, neben ihrer "normalen" ehrenamtlichen Tätigkeit, das für sie wichtige aus der Zeitung abzuschreiben? Liebe Gartenfreundinnen, liebe Gartenfreunde! Wer mit Menschen arbeitet, weiß um deren Sorgen und Nöte, kennt die Schwierigkeiten und Probleme einen Verein ehrenamtlich zu leiten. Wir alle werden tagtäglich damit konfrontiert.Die derzeitigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern unsererseits eine noch intensivere und konzentriertere Arbeit. Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich, im Namen der Vorstandsmitglieder unseres Kreisverbandes, allen Vereinsvorständen unserer Mitgliedsvereine herzlich für ihre Unterstützung danken. Ebenso den Kassenprüfern und den Mitarbeitern in unseren Geschäftsstellen. Helfen wir gemeinsam mit, das Geschaffene zu erhalten, Probleme zu lösen und die Kleingartenanlagen weiter als Ruhepole in unserer hektischen Zeit zu gestalten. Dazu wünsche ich uns allen Gesundheit, gegenseitiges Verständnis und endlich den richtigen Frühlingsanfang - der laut Kalender ja heute, am 20. März, beginnen soll! Danke für die Aufmerksamkeit! |