Information des Geschäftsführers 2008



Liebe Gartenfreunde, werte Gäste!

Verwaltungsreform in Sachsen

In der Vergangenheit wurde dieses Thema sehr kontrovers diskutiert. Ein erster Gedankenaustausch erfolgte bereits in den Regionalkonferenzen, im I. Quartal 2007 mit allen Verbänden Sachsens, organisiert durch den Landesverband.
Der Tenor war das überstützte Zusammenschließen von Verbänden, das dem derzeit recht gut funktionierenden KGW in Sachsen mehr schaden als nutzen kann.
Im Bereich des neuen Erzgebirgskreises trafen sich die Verbände Zschopau, Schwarzenberg, Obererzgebirge und Aue/Stollberg zu einer ersten Zusammenkunft im Mai 2008.
Mit insgesamt 325 Kleingartenvereinen und den mehr als 14.300 Mitgliedern gehört der neue Erzgebirgskreis zu den Mitgliederstärksten im Land Sachsen.
Der Standpunkt, den sich die vier Verbände erarbeitet haben, stimmt in den grundlegenden Aussagen mit der Meinung des Landesverbandes überein und wurde auch in der "Freien Presse" vom 2. September abgedruckt: "Kooperative Zusammenarbeit der Verbände, eine allmähliche Annäherung und Erarbeitung von Grundsatzdokumenten, d. h. Annäherung in den Satzungen und andere Richtlinien.

Ein erstes gemeinsames Gespräch wurde am 1. Oktober 2008 mit dem Landrat, Herrn Vogel, geführt. Die Schwerpunkte dabei waren:

  1. Kleingärtnerische Gemeinnützigkeit
  2. Zusammenarbeit von Ausschüssen und den Verbänden auf Kreisebene
  3. Gemeinsamer Wettbewerb ab 2010

Aufgaben der Vereine

Jeder Verein hat in seiner Satzung niedergeschrieben, dass die Fachberatung und die Schulung der Mitglieder auf diesem Gebiet eine der Schwerpunktaufgaben des Vereines ist.

Im Jahr 2009 gibt es dazu umfangreiche Möglichkeiten. Einmal die Landesgartenschau in Reichenbach mit den Schwerpunkten:

Kinder und Jugend im Kleingarten und das Thema "Gesundheit"

Die Bundesgartenschau findet in diesem Jahr in Schwerin statt, entsprechende Flyer wurden heute mit ausgegeben. Ein Besuch dieser Schauen ist eine wertvolle, praktische Möglichkeit der Fachberatung.


Tag des Gartens

Der "Tag des Gartens" wurde 1984 vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) ins Leben gerufen. Gastgeber sind die Kleingärtner Deutschlands - vom Bundesverband und den unter seinem Dach organisierten Landesverbänden bis zum Verein.

Ziel des Festtages ist es, die Bedeutung des (Klein-)Gartens für die Lebensqualität der Menschen, insbesondere im städtischen Raum, zu unterstreichen. Zudem soll einer breiten Öffentlichkeit die Freude am Garten und an der Natur nahe gebracht werden. Traditionell findet der "Tag des Gartens" am zweiten Sonntag im Juni statt.

Es sollte auch in unseren Vereinen zur Tradition werden, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, um ihn im eigenen Verein zu einem alljährlich wiederkehrenden Verein werden zu lassen.

Nehmen wir den 14. Juni zum Anlass, uns in Reichenbach ein Bild vom "Tag des Gartens" zu machen, er steht 2009 unter dem Thema:

Generation Kleingarten - entspannen, spielen, lernen

Der "Tag des Gartens" ist einer der größten Tage der offenen Tür, die es in Deutschland gibt. Jedes Jahr feiern hundertausende Kleingärtner diesen Tag gemeinsam mit ihren Familien, Freunden, Bekannten und den Nachbarn aus dem Stadtteil.

Eröffnet wird der grüne Feiertag vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, gemeinsam mit dem LSK auf der sächs. Landesgartenschau in Reichenbach.

Rechtliche Betreuung der Vereine

Im vergangenen Jahr haben wir zahlreiche Gerichtsverhandlungen, Mahnverfahren und Kündigungen durchgeführt. Diese Methode hat sich bewährt, da oftmals die säumigen Kleingärtner gegen Kündigung oder Mahnverfahren vor Gericht gegen den Verein klagen.


Auf diese Art hat der KV die Möglichkeit, den Verein zu vertreten.
Im vergangenem Jahr musste die Sperrfrist von einem viertel Jahr von uns akzeptiert werden. Für die praktische Anwendung bedeutet das, alle Ansprüche des Vereins, die aus dem Jahr 2009 resultieren oder auch nach dem 2. Halbjahr 2008, können über die Rechtsschutzversicherung realisiert werden. Das größte Problem für einige Vereine ist es jedoch, die notwendigen Unterlagen beizubringen, wie Unterpachtvertrag, Mitgliederbeschlüsse und die notwendigen Abmahnungen. Für eine Klage vor Gericht ist eine lückenlose Beweisführung eben die Voraussetzung für den Erfolg.

An dieser Stelle möchte ich schon jetzt auf das Seminar mit unserem Vertragsrechtsanwalt Karsten Duckstein am 13. Mai 09 ab 17 Uhr hinweisen! Bitte vormerken - die Einladung erfolgt zu gg. Zeit.

Schulungen

Für das Jahr 2009 gibt es einige Änderungen auf den rechtlichen - und steuerrechtlichen Gebieten. So brauchen steuerlich gemeinnützig anerkannte Vereine keine Abgeltungssteuer zu zahlen.


Konkretisierung der Ehrenamtspauschale wurde im IV. Quartal 2008 veröffentlicht.
Diese Themen werden in die jeweiligen Schulungsthemen eingeordnet und den Anwesenden erläutert.

Zur Schulung und Weiterbildung gehört auch das Lesen der Verbandsorgane, dass der "Gartenfreund" in die Hand jedes Vereinsvorstandsmitgliedes gehört, haben wir zu jeder Jahreshauptversammlung erläutert, weniger jedoch über den "Fachberater" gesprochen.

Der "Fachberater" ist die Verbandszeitschrift des Bundesverbandes und wird jedem Verein einmal kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Zeitschrift ist ein wichtiges Arbeitsmaterial des gesamten Vorstandes und nicht nur des Fachberaters, denn der größte Teil der Abhandlungen ist dort Vereinsmanagement und rechtliche Fragen. Vorstände, die diese Zeitschrift an ihren Fachberater delegieren wollen, haben sich mit dem Inhalt wohl eher weniger beschäftigt.

Geschichte der Kleingartenbewegung

Der ehem. Bezirksverband der Kleingärtner Aue und Umgebung wurde im vergangenen Jahr 80 Jahre alt, er war eine Untergliederung des Kreisverbandes Zwickau. Diesen Anlass nutzte der KV, um bei unserer Geschichtskommission eine Broschüre in Auftrag zu geben. Unsere Zielstellung ist es, diese unserem Verein zur nächsten Jahreshauptversammlung 2010 zur Verfügung zu stellen.

Zur Wahrung unserer Traditionen gehört es auch das Deutsche Kleingärtnermuseum zu unterstützen. Besonders die Traditionsvereine sollten auch Mitglied in diesem Förderverein sein. Wir hoffen, dass der Jahresbeitrag von 25 EUR nicht der Grund sein kann und soll, der einer Mitgliedschaft entgegen steht.

Ebenso lohnt sich wieder einmal ein Besuch des Kleingärtnermuseums in Leipzig, denn es gibt eine neue Ausstellung, die Räume wurden außerdem renoviert.


Also - immer ein lohnenswertes Ziel!

Abschließend noch einige Stichpunkte

Bodenproben

Wir teilten allen Vorständen mit der Einladung zur JHV mit, dass GF Paleit aus Altersgründen nicht mehr die Bodenanalysen durchführen kann. Alle waren aufgerufen nach geeigneten GF für dieses Amt zu suchen, leider kam bisher nur eine Anfrage - sonst nichts.

Wir hoffen, dass sich dennoch in der nächsten Zeit jemand findet, der dieses Amt übernehmen kann.

Wertermittlungsprotokolle

Bei jedem Pächterwechsel, so steht es zumindest im neuen Unterpachtvertrag, ist eine Wertermittlung notwendig. Nach dem Verteilerschlüssel der Protokolle gehört das letzte Protokoll in die Geschäftsstelle des KV.

Danach dürfte jedoch kaum Parzellenwechsel stattgefunden haben, denn es liegen sehr wenig vor!

Gesetz über die Anerkennung der Gemeinnützigkeit

Die Diskussion ob alle 3 oder 5 Jahre der Antrag gestellt werde ist im Landtag noch nicht beendet, sollte jedoch noch vor der Sommerpause geklärt werden.

Entschädigungsrichtlinie nach § 11 BKleingG bei Kündigung durch den Verpächter, auch diese soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.