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Weitere Erkenntnisse Unter anderem auch einige wichtige Punkte aus unserer Sammlung an Kleingartenordnungen und Satzungen, die zeigen, daß sich die Bestimmungen z.B. über die Größe der Baukörper ständig änderten. Manche Dinge, die heute immernoch Streitpunkte sind, wie z.B. Nadelbäume, noch nie in einen Kleingarten gepflanzt werden durften. 1963 Vom Kreisverband werden ökonomische Leistungskarten ausgegeben. Es wurden seminaristische Schulungen (Fachberatung) von Herrn Weinhold und Ebert von der Kreisfachgruppe durchgeführt. Mitte September findet in Aue eine Kreisleistungsschau statt. Die Organisation der Vorbereitung für Aue war Schlecht. Der Verein hatte einen ungünstigen Standort und erreichte somit nur den letzten Platz. Der VKSK arbeitete nach vorgezeichneten Aufgaben durch die SED. Der Verband entwickelte vielfältiges gesellschaftliches Leben in den Sparten, er unterstützt die kommunistische Erziehung der jungen Kleingärtner. Der Verband fördert die Freundschaft zur Sowjetunion. Die Aufgaben des Verbandes sind:
1964 Bestimmungen aus der geltenden Kleingartenordnung
Viele Materialien waren sehr schwer zu beschaffen, Zuweisungen über den Rat der Stadt z.B. für Schnittholz und Düngemittel. Der Kreis- sowie Bezirksverband haben eine Denkschrift an die Regierung der DDR gesandt, mit der Bitte, in der Besteuerung den Verein mit den anderen gesellschaftlichen Organisationen gleichzustellen.(Betrifft die Bewirtschaftung des Gartenheimes) Der Kreisverband muß seine Zustimmung zur Einstellung eines Bewirtschafters des Gartenheimes geben. Der VKSK war den anderen gesellschaftlichen Organisationen nicht gleichgestellt, in Vereinsfragen mußte ein übergeordnetes Organ bestimmen. Wegen Problemen bei der Belieferung des Gartenheimes wurde eine Eingabe an den Rat der Stadt gemacht. Das Abspielen von Tonbändern bei Veranstaltungen bedarf einer Genehmigung.(Westschlager) Für den 6. Platz im Wettbewerb bekam der Verein 55MDN. Oktober – Kampf- und Solidaritätsmonat. Vereine müssen Geld und Sachspenden als Soli abführen. Die Kleingartenanlagen sollen zur Verschönerung der Stadt kräftig mitarbeiten. Ab 1968 gilt eine neue Gartenordnung. 1967 aus der Kleingartenordnung
1968 Kleingartenanlagen müssen auch einen Beitrag leisten zum 20. Jahrestag der DDR. Ein Programm mit den Aufgaben, die sich der Verein hat, sollen an die Gemeinden gemeldet werden. Dies stand unter dem Motto "In jedem Dorf, in jeder Stadt, mitgedacht, mitgerechnet, mitgemacht." 1969 Aus den Aufzeichnungen des Kleingartenvereins "Erholung" wird deutlich, mit welchen Problemen die Vereine in jener Zeit zu kämpfen hatten, so wird z.B. von "Diversen Materialbeschaffungen" gesprochen, was wahrscheinlich nicht immer eine Beschaffung auf legalem Wege war. Auch wurde viel nach der Devise "aus alt mach neu" gearbeitet, so wurden Straßenbauabfälle besorgt und alte Ziegel geputzt und wieder neu verarbeitet. Gegen Bezahlung können die Mitglieder aus Kleingartenvereinen Obst und Gemüse an den Handel abgeben. Anläßlich des 20. Jahrestages der DDR wurden in den Vereinen und Verbänen Auszeichnungen durchgeführt. In den Vereinen durften auch Menschen ausgezeichnet werden, die nicht zur Organisation gehören, sich aber große Verdienste erworben haben. 1970 Aus volkswirtschaftlichen Gründen soll der Stromverbrauch gesenkt werden, natürlich auch so weit möglich in den Kleingärten, so ist es z.B. verboten, die Gewächshäuser zu beheizen. In den vereinen soll die Jugendarbeit und Frauenkollektive gefördert werden. Es werden Erfahrungsaustausche zwischen den Vereinen durchgeführt, indem Vertreter der Vereine andere Vereine besuchen. 1970 findet in Karl-Marx-Stadt eine Rechtsschulung für Kleingartenvereine statt. Es gab Probleme bei der Beschaffung von Düngemittel und Baumaterialien (Zement usw.) 1971 Aus den Aufzeichnungen des Vereins "Erholung" wird von einer mangelhaften Zusammenarbeit des Kreisverbandes zur Sparte geschrieben, Einladungen an des Kreisverband zu Veranstaltungen des Vereins wurden nicht wahrgenommen. Die Vereine mußten ihre Wettbewerbsverpflichtungen an den Kreis einreichen. Bei geplanten Gartenfesten muß die Genehmigung der Hygiene eingeholt werden. Die Materialbeschaffung für Bautätigkeiten in den Vereinen ist nach wie vor sehr beschwerlich, Zement, Holz und Ziegel sind auf legalem Wege kaum zu bekommen. Durch ein Rundschreiben werden die Vereine über die Möglichkeit des Selbsteinschlags von Zaunsmaterial informiert. Genehmigungen für Schnittholzeinschlag ist beim Kreisverband einzuholen. 50% des geschlagenen Holzes gehören dem Verein, die anderen 50% des vom Verein eingeschlagenen Holzen verbleiben beim Forst. Auszeichnungen mit den Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze sind mit einem Betrag von 20, 15 und 10 Mark verbunden Auch 1972 wurde von einer mangelnden Zusammenarbeit mit den übergeordneten Organen geschrieben, diese habe fast nur darin bestanden, daß Spendenaufrufe an die Vereine weitergegeben wurden. Für den Gewinn des Loseverkaufes bei einem Gartenfest mußten durch den Verein Steuern an den Staat abgeführt werden. Für die Heimbewirtschaftung mußte an den Kreisverband eine Arbeitskräftebilanz eingereicht werden. Im Wettbewerb wurde der größte Wert auf die eingereichten Erträge gelegt, ob die Zahlen auf dem Papier allerdings der Wirklichkeit entsprachen, das war wohl oftmals fragwürdig. Es wurden zwar höchste Erträge erwartet, aber selbst bei der Versorgung mit Stallmist und Düngemitteln gab es zu dieser Zeit große Probleme. Schätzungen sollten möglichst im Austausch mit anderen Vereinen durchgeführt werden. 1973 In dem Verein "Erholung" wird ein Diskussionspunkt der Jahreshauptversammlung erwähnt: "Warum soviel Geld an den Kreisverband abgeführt wird" Die Gewinner bei der Blumenschau wurden mit Preisen zwischen 3 und 10 Mark prämiert. Zu Ehren des 25. Jahrestages mußten wieder Verpflichtungen der Vereine an den Kreisverband eingereicht werden. Der Kreisverband gab ein Schreiben an alle Verein, daß Obst und Gemüse an Konsumverkaufsstellen gegeben werden soll, es werden auch kleinste Mengen angenommen. Es wurde auch darüber informiert, daß Gurken an ein Pflegeheim gegeben wurden. In den gesamten 70er Jahren wird aus den Aufzeichnungen von Vereinen die Mangelwirtschaft deutlich. Es gab Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Baumaterialien und von Möbel. Auf beantragte Telefonanschlüsse in Gartenheimen mußte jahrelang gewartet werden. Für Festzeitungen für Gartenfeste wurde keine Druckerlaubnis erteilt. Das Aufstellen von Gewächshäusern wurde gewünscht, da ein hoher Nutzen beim Anbau von Gurken und Tomaten erzielt werden konnte, allerdings durfte aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht beheizt werden. Es gab auch immer wieder Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Düngekalk, Düngemitteln und Saatgut, deshalb wurden zentrale Anlieferungen organisiert. Mit der LPG – Pflanzenproduktion wurden Patenschaftsverträge abgeschlossen. Wie beschwerlich auch die Arbeit in den Vereinen und in den einzelnen Gärten auch war, jeder versuchte aus dieser Situation das Beste zu machen. Es wurde mit viel Optimismus an der Gestaltung der Anlagen gearbeitet und immer wieder das beste daraus gemacht. In diesen Jahren der sozialistischen Regierung wurde für kinderreiche Familie und Schichtarbeiter besonders viel getan, so wurden diese auch von den Vereinen vorrangig mit Kleingärten bedacht. In den 70er und 80er Jahren wurde deutlich, das auch ein gewisser Wohlstand in die Gartenanlagen hineingetragen wurde. So haben sich auch die Kleingartenordnungen ein Stück an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepaßt. Auszüge aus den Kleingartenordnungen: 1977
1983
1985 Kleingartenanlagen dienen der Befriedigung der wachsenden Bedürfnisse der Werktätigen nach körperlich aktiver Erholung und sinnvoller Freizeitgestaltung. Gebäude waren bis 25m² erlaubt, bis 30m² bebaute Grundflächen sollten 10% der Gartenfläche nicht übersteigen. Die max. Überdachung darf 20% der bebauten Fläche betragen. Wichtige Daten von Veranstaltungen, das Kleingartenwesen betreffend Obstsortenbestimmungstag seit 1892 jährlich in Frankfurt an der Oder Reichskleingärtnertage 1. Berlin-Neuköln Pfingsten 1921 2. Bremen August 1921 3. Erfurt Pfingsten 1923 4. München 30.5.-1.6. (Pfingsten) 1925 5. Frankfurt a. M. 30.7.-31.7. 1927 6. Breslau 28.7.-29.7 1928 7. Essen 7.9.-8.9. 1929 = 2. Internat. Kongreß der Kleingärtnerverbände 8. Hannover 30.5.-31.5. 1931 9. = 1. Nürnberg 27.7.-31.7. 1933 2. Braunschweig 27.7.-28.7. 1935 3. Chemnitz 24.6.-27.6. 1937 4. Wien 29.6.-2.7. 1939 = 1. Großdeutscher Kleingärtnertag Reichsgartenschauen 1. Dresden 1936 2. Essen 1938 3. Stuttgart 1939 1927 Gartenbauausstellung Zwickau 1949 Gartenbauausstellung Markkleeberg 1938 Deutsche Rosenschau Forst
Buga
1989 Frankfurt a. M. IGA Internationale Gartenausstellung 1953; 1963; 1973 in Hamburg; 1983 in München |